#1 Kommentar von Joho zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Rumbero 17.08.2020 14:44

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[Joho hatte mich per PN gebeten, seinen Beitrag hier auch zu posten. Der Text liegt leider quer zu den anderen Themen und ich wollte ihn auch nicht auseinanderreißen, also bekommt er hier einen eigenen Thread. Joho hat sich später im Forum angemeldet und den Text neu formatiert selbst gepostet (siehe unten). Die erste Version habe ich hier wieder entfernt. Da ich diesen Beitrag aber nicht löschen kann, vermutlich weil es der erste im Thread ist, bleibt er als Einleitung stehen.]

...

#2 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Joho 17.08.2020 16:22

Achtung das wird ein langer Text jetzt.

Nachdem uns bekannten Abend bin ich gezwungen meine Emotionen hier nieder zuschreiben. Es war klar das dieser “Crash” kommt, aber in dieser Härte war er unerwartet. Es ist wie, wenn ein sehr altes und krankes Familienmitglied von uns geht.

Man weiß es wird passieren.
Man weiß, dass es nicht verhindert werden kann.
Man weiß es wird einen mitnehmen.

Trotz dieser Erkenntnisse, trotz der intuitiv präventiv-psychologischen Voreinstellung auf diese zu erwartenden Ereignisse, empfinde echt erstmals ein mental spürbare Enttäuschung als Barca Fan. Eine Ohrfeige, die man kommen sehen kann, die einen aber härter trifft als gedacht.

Als Fan haben wir das Gefühl (für manche eine Pflicht) nach diesem Schlag aufzustehen und eine weiterhin unantastbare Leidenschaft, Anhängerschaft und Standhaftigkeit zu repräsentieren. Wir leben also eigentlich mit einer ständigen unterbewussten gegen uns selbst gerichteten Kraft teilweise irrationale Aktionen durchzuführen. Wir folgen der Tugend der Loyalität trotz der uns lustnehmenden Situation.

Als wissenschaftsbezogener Mensch versuche ich nun hier öffentlich mich mit dem Begriff des “Fans” auseinanderzusetzen. Warum? Ich bin ein Mensch, der seine Psyche gerne pflegt und Stressindikatoren gerne durch solch folgende (vielleicht für manche laienhafte) Analysen hemmt. Vielleicht hilft ja mein Monolog das Gemüt eines jemanden nach diesem Saisonabschluss-nach-BayernAbschuss (sehr flach ich weiß) zu beruhigen.

Die Wort-Definition ist durch einen kleinen Auszug Wikipedia eigentlich getan:

Mensch, der längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem für ihn externen, öffentlichen, entweder personalen, kollektiven, gegenständlichen, abstrakten oder sportlichen Fanobjekt hat und in die emotionale Beziehung zu diesem Objekt Ressourcen wie Zeit und/oder Geld investiert. Die Intensität der Anhängerschaft variiert dabei stark.” [Wikipedia]

Was gehört zu unseren den eigentlich zu unseren Aktivitäten – kurz - :

  • Stadionbesuch
  • Spielverfolgung digital
  • Merchandise
  • Debatten führen
  • Nachrichten/ mediale Ereignisse verfolgen rund um den Verein/Spieler
  • Organisieren und/oder besuchen von Fanclubs


Die Intensität der Investition von Zeit und Geld in die jeweiligen Punkte ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Wir haben jedoch einige Forderungen, die uns motivieren, unsere Anhängerschaft zu halten.

Wir sind keine Fans einer Bezirksligamannschaft oder einer anderen Amateurmannschaft. Wir sind Fans einer der größten Intuitions- oder Sportorganisationen der Welt auf dem Gebiet des Fußballs. Wenn hier eine Münze fällt, dann hören es Millionen von Menschen. Es ist weder leichtsinnig noch naiv, davon auszugehen, dass dieser Verein in all seinen Hierarchien und Positionen mit den professionellsten und bestmöglichen Leuten auf ihrem Gebiet besetzt sein MUSS.

Was nun "bestmöglich" bedeutet, ist in der Definition relativ. Ich versuche es mit dem Prinzip der Kausalität. Ob einem Objekt/Subjekt eine solche Eigenschaft zugesprochen wird, ist nicht klar definiert. Doch es ist nicht unsere Pflicht, ihn zu definieren. Wir beurteilen die Wirkung als Fans. Die Wirkung kann durch verschiedene Parameter gemessen werden, einige sind sehr eindeutig, andere weniger eindeutig. Am deutlichsten ist natürlich der Erfolg, ausgedrückt z.B. durch Titel. Die Bewertung dieses messbaren Parameters wird jedoch wieder unscharf, wenn man den Weg zum Erfolg bewertet, die ich nenn es mal Effizienz. Diese ist wiederum erneut relativ. Valverde hat mit der Mannschaft eine nahezu ungeschlagene LaLiga-Saison geschafft. Waren die Spiele ansehnlich und begeisternd? Ich finde nein, nahezu nie.

Mein Punkt ist, dass wir als Fan bei Personalentscheidungen nicht führend sind. Wir sind Konsumenten eines Produktes. Wir analysieren, bewerten und lassen uns im besten fall faszinieren.
Nun frage ich mich, um am Anfang meiner Gedanken zu beginnen. Waren
  • die Entscheidungen des Boards (Trainerwahl, Transferpolitik, Umgang mit Spielern, nicht zu vergessen die Social Media Eskapade uvm.),
  • die niederschmetternden Niederlagen der letzten Jahren in der CL,
  • die Mentalitätskrise im Team,
  • die teils lethargischen teils katatonischen Haltungen der Spieler auf dem Spielfeld während eines aktiven Pflichtspieles,
  • die Ambitionslosigkeit der Trainer, ob dies nun eigene, spielerbestimmte - medial oft FcFriends genannt - oder per Board dirigierte Entscheidungen waren ist mir inzwischen egal,
Symptome eines geschwächten FC Barcelonas?

Daher stelle ich folgende 3 Fragen:
  1. War der gestrige Abend nun endgültig die Symptomatik, die dem Verein den Zustand klar diagnostizieren lässt ... auf allen Ebenen?
  2. Lässt die Diagnose eine Definition der wahren Ursachen, den Fundamenten der Symptomatiken zu?
  3. Können die Ursachen therapiert werden bevor der Stillstand kommt?


Beginnen wir mit der letzten Frage. Antwort auf die dritte Frage:
Der FC Barcelona ist ein globalagierendes kapitalistisches, profitorientiertes Unternehmen. Wer glaubt, dass es hier in erster Linie um Fussball geht, sollte dies noch einmal überdenken. Das klare Ziel ist es, einen Mehrwert zu schaffen. Der FC Barcelona ist zu verzwickt in den Interdependenzen der verschiedenen Sektoren der Finanzwelt. Deshalb meine Prognose für die letzte Frage: Es wird keinen Stillstand geben... ... vorallem aus ökonomischen Gründen nicht.

Gehen wir weiter (Antwort auf die 2. Frage). Was könnten die Ursachen der Symptome für Versagen sein? Nur um mal ein paar zu nennen:
  • finanziell bedingt durch falsche Investition in die materielle Infrastruktur
  • finanziell bedingt durch falsche Investitionen ins Personal

    • Gehaltsstruktur,
    • Transfereinnahmen und Transferausgaben,
    • falsch geplante Kaderauslastung (z.B. 100 Mio. Bankwärmer),
    • uvm.
  • sportlich bedingt durch fehlende fußballerische Fähigkeiten

    • große qualitative Unterschiede zu sportlichen Gegnern,
    • falsche/fehlende/nicht ausreichende Trainingseinheiten —> mangelhafte Fitness und Spielstrategieübermittlung,
    • nicht berücksichtigte altersbedingte Leistungsabnahme,
    • uvm.
  • sportlich bedingt durch fehlen von wichtigen Eigenschaften beim Trainer

    • falsche Taktische Vorbereitung,
    • Anpassung der Taktik/Spielstrategie während aktiven Spielen durch Neue Anweisungen oder Auswechslungen,
    • Falsche Einschätzung der Spielerqualitäten,
    • keine motivierende Ausstrahlung/Haltung,
    • nicht Mannschaftsführend
    • uvm.
  • sportlich (psychologisch) bedingt durch falsche Einschätzungen von Situationen

    • erfolgreiche vergangene Jahre führen zu motivationsloseren Spielern,
    • konkurrenzlose bzw. rivalitätslose Positionen durch falsche Kaderplanung, also keine teaminternen Wettkämpfe,
    • das Gefühl von Unantastbarkeit trotz schlechter Leistung oder umgekehrt nicht Beachtung trotz guter Leistung führt zu Motivations- und Lustlosigkeit
    • gegnerische Mannschaft im Spiel nicht ernstnehmend bzw. zu schwach einschätzend (volle Konzentration und Leistung wird nicht benötigt)
    • uvm.
  • psychologisch bedingt durch fehlende professionelle Beratung z.B.

    • zu hoher Leistungs- und Erfolgsdruck auf Spieler oder Trainer ausgelöst durch zb mediale Reaktionen, auspfeifende Fans, hoher Einkaufswert,
    • allgemein das Leben eines öffentlichen Sportsubjektes (wobei man schon Objekt sagen könnte). Verstärkt wird dieser Punkt durch zB sehr junges Einsatzalter, hoher Einkaufswert, private Ereignisse
    • uvm.
  • Vereinspolitisch bedingt durch falsche Besetzung von internen aktionsausführenden Verantwortungspersonen
  • Medizinisch bedingt durch regelmäßige falsche Diagnose oder Therapie von körperlichen Verletzung oder falsche/fehlende/nicht ausreichende präventive Maßnahmen gegen Verletzungen
  • moralisch bedingt durch bedenkliche Sponsoringverträge z.B. Verkauf des Stadion- Namens oder Markenaufdruck auf den Trikots
  • ethisch bedingt durch Handlungen die den grundsätzlichen Maximen der Fans oder besser gesagt der Vereinsphilosphie (zB. Mes que un club) wiedersprechende

Ich breche hier mal ab. Eine komplette Aufführung aller Punkte mit detaillierte Auseinandersetzung ist hier gar nicht möglich. Zusätzlich sind die ganzen Punkte auch nicht mit einander verknüpft bzw. verstärken sich gegenseitig.

Kommen wir nun zu der Frage, die mich überhaupt erst dazu bewogen hat, diesen Text zu schreiben.
Antwort auf die 1. Frage - kurz gesagt - : Nein.
Während ich diesen Text schreibe, lese ich, dass Oscar Grau und Eric Abidal entlassen werden sollen, Quique Setien ist wahrscheinlich bereits entlassen worden, Josep Maria Bartomeu will zurücktreten und Neuwahlen ansetzen, Ronald Koeman soll der neue Trainer werden, die Hälfte des Kaders soll verkauft oder getauscht werden und die große Bombe - Messi will den Verein verlassen -.
Die Ursachen liegen tief und sind alle miteinander verbunden. Das lässt sich nicht dadurch lösen, dass man den Vorstand und den Trainer erneuert und den gesamten Kader einmal austauscht.
Wer wählt dann den Vorstand und wer wählt den neuen Kader aus?
Das wäre utopisches Denken. Wer so denkt, kann das Logo eines anderen Vereins gegen das FCB-Logo tauschen: tadaaa neuer Vorstand und neue Mannschaft - Problem gelöst? Nein.
Ich merke, dass ich zynisch werde, denn ich kann diese Frage kaum beantworten, da ich keine Lösung finden kann. Aber wie ich bereits oben erklärt habe, ist es nicht meine Aufgabe, diese Probleme zu lösen. Meine Aufgabe ist es, den Verein weiterhin mit anderen Fanaktivitäten zu unterstützen. Deshalb sehe ich keine andere Möglichkeit, als auf die neue Saison zu warten und mich auf die neue Saison zu freuen. Was dazwischen passieren wird, wird viel Diskussion unter uns auslösen.
Toll ist nicht gerade in der Haut eines FCB Fans zu stecken.

Aber was sind die entscheidenden Punkte, die für uns als Fans wichtig sind? Was sind die Gründe, Fan zu werden? Das ist eine sehr interessante Frage, denn der FC Barcelona bietet viele Gründe. Die Antwort wäre zu umfangreich für diesen Kommentar. Ich kann also einen zweiten Kommentar schreiben, wenn sich jemand meldet, geschweige denn, wenn jemand so weit gelesen hat.

#3 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Rumbero 17.08.2020 17:45

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Nur ganz kurz von mir und ich denke, dass wir uns in der Kern-Mannschaft dieses Forums darin ja auch einig sind: So unschön das 2-8 gegen die Bayern war, es kam alles andere als überraschend! Für mich als Fußball-Romantiker mit intensivem Bezug zur Stadt Barcelona war Fan-Enttäuschung ein langer sich aufschaukelnder Prozess im Grund seit Luis Enrique noch Trainer war. Ich habe mich in den letzten 3 Jahren unter Valverde innerlich immer weiter von dem Team Barças distanziert. Im letzten halben Jahr hat sich meine Einstellung dann wieder gewandelt, weil längst klar war, dass jeder unterirdische Auftritt uns dem großen Umbruch ein Stück näher bringen würde. Jetzt ist der Punkt erreicht, wir leben in revolutionären Tagen, ausnahmslos alle Instanzen des Profifußballs des FC Barcelona stehen unter Vorbehalt. Das ist für mich kein Anlass zu Enttäuschung, sondern zur Freude!

Was die Ursachen angeht, sind die schlicht zu komplex, um sie in einem Fan-Forum zu diskutieren. Darüber hinaus ist unser Einblick winzig klein, weil wir kein unmittelbares Erleben der Ursachen haben, die Seriösität unserer Quellen oft fragwürdig ist und ein Großteil dessen, was wir selbst bei größter Sorgfalt davon als glaubwürdig einschätzen, auf Spekulationen beruht. All dies verrühren wir dann noch mit unserer subjektiven Lebenserfahrung. Ich möchte eigentlich ungern ein Urteil auf so dünner Basis abgeben. Aber ein Forum ist eben ein Ort der Kommunikation, auch wenn wir uns oft im luftleeren Raum bewegen. So lange man das mitdenkt und die anderen Teilnehmer respektiert, ist das ja auch völlig in Ordnung.

Was mich im Moment am meisten umtreibt, ist der Gedanke, dass man bei Barça bei allen noch kommenden Umwälzungen noch gar nicht die Tragweite des Problems erkannt hat. Wir haben es mit einem Paradox zu tun, dem Fluch des Erfolgs. Man hat in Vorstand und Spielerköpfen gedacht, man könne ein einmal erfolgreiches Konzept ohne Ende weiter führen. Das kann nicht funktionieren. Wenn du eine Mannschaft aus so vielen jungen Weltklasse-Eigengewächsen aufbaust, hast du irgendwann eine starke Machtgruppe im Team und eine Gehaltsstruktur, die zu kaum noch lösbaren Problemen führt. Das ist im Grund der Kern der ganzen Misere.

#4 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Tical 17.08.2020 18:34

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Erstmal herzlich willkommen hier, Joho! Ich hoffe, das ist nicht dein letzter Beitrag und die Forumadresse steht schon in den Favoriten ;).

Deine Zeilen zu lesen war wahnsinnig fesselnd. Ich könnte noch mehr Barca-Analysen vertragen, denn ich sehe das im Prinzip so wie du: Das was am Freitag passiert ist war nicht einfach bloß eine Sensation in sich. Das war lediglich das Ergebnis eines Prozesses, der irgendwann vor 3, 4 oder 5 Jahren begann und niemals stoppte. Bis eben Freitag. Ich möchte nun direkt auf deine Fragen und Punkte eingehen.

Zitat von Joho im Beitrag #2
Waren
  • die Entscheidungen des Boards (Trainerwahl, Transferpolitik, Umgang mit Spielern, nicht zu vergessen die Social Media Eskapade uvm.),
  • die niederschmetternden Niederlagen der letzten Jahren in der CL,
  • die Mentalitätskrise im Team,
  • die teils lethargischen teils katatonischen Haltungen der Spieler auf dem Spielfeld während eines aktiven Pflichtspieles,
  • die Ambitionslosigkeit der Trainer, ob dies nun eigene, spielerbestimmte - medial oft FcFriends genannt - oder per Board dirigierte Entscheidungen waren ist mir inzwischen egal,
Symptome eines geschwächten FC Barcelonas?


Ich muss hier erstmal ein bisschen klugscheißen, denn ich finde, "Symptom" ist das falsche Wort. "Ursache" würde besser passen. Barca hat 2:8 verloren eben weil sie eine Mentalitätskrise haben, nicht umgekehrt. Die Mentalitätskrise ist ja kein Merkmal, das erst beim 2:8 zum Vorschein kam. Folglich würde ich sagen: Das 2:8 war das Symptom einer Mentalitätskrise bzw die Mentalitätskrise war Ursache für das 2:8. So, Verzeihung, weiter im Text. :)

Trainerwahl: Ich frage mich grundsätzlich seit einiger Zeit und wurde auch am Freitag gefragt, warum Barca in den letzten Jahren nie einen gestandenen Weltklassetrainer hatte, sondern immer, international betrachtet, Nonames. Conte, Allegri, Mourinho, Capello, Ancelotti, wie sie alle heißen. Alle waren sie schon mal irgendwo. Was macht Barca? Holt Setien von Betis, Valverde von Bilbao, Lucho von Vigo, Martino aus dem Nirvana, Tito aus der Jugend, Pep aus der Jugend. Pep ist der Einzige bei dem das funktioniert hat, ich würde das nicht als Regel bzw Erfolgsformel abstempeln. Das ist für mich ein Punkt, der die See schon unruhig macht. Wenn man einen Trainer holt, der kaum etwas vorzuweisen hat, kann der a) sich in der Kabine überhaupt durchsetzen und b) eine neue Erfolgsformel mitbringen? Die Vergangenheit sagt: Eher nicht. Man hat unter Lucho das Triple geholt und ich will jetzt auch nicht sagen, dass er damit nichts zu tun hatte, aber wir wissen auch, dass "MSN" in Europa einfach alles zerlegt hat und dahinter eben dann doch noch Xavi, Busquets und Iniesta waren, die sowas wie ihren zweiten Frühling erlebten.

Transferpolitik: Meine Güte, ein einziger Graus. Bei Verkäufen gefühlt nie das Maximum rausgeholt, Käufe waren gefühlt meistens Prestigeobjekte statt dass nach taktischen Plänen agiert wurde. Auf einzelne Spieler einzugehen ist müßig, denn es gab außer Semedo und Frenkie eigentlich niemanden in den letzten 5 Jahren, der wie erwartet den nächsten Schritt gemacht hat.

Umgang mit Spielern: Nun, was mich am meisten stört, ist die Sonderbehandlung Messis. Vom Gefühl her hat der über der Präsidentenetage nochmal ein extra Kabuff, wo dann "Gott" am Klingelschild steht oder so. Das geht bei Vertragsverlängerungen los, über Entscheidungen über Trainer (Martino) und Spieler (Malcom) und hört bei... ja, wo hört das auf? Nirgendwo! Für Stammplatzgarantien sind ja die Trainer verantwortlich. Ich weiß jetzt nicht, wie das vor Valverde war, hm.

Die niederschmetternden Niederlagen der letzten Jahren in der CL: Rom war peinlich und resultierte aus Überheblichkeit, gegen Liverpool mit Klopp als Mega-Motivator und "dem Geist von Anfield" kann man schonmal verlieren. Ich glaube aber, diese Niederlagen haben sich in die Köpfe der Spieler gefressen, weil man (=Messi) vielleicht immer wieder sagte: "So, wir werden hier oft genug Meister in LaLiga, jetzt muss auf Teufel komm raus mal wieder der Henkelpott her!" und wenn man sich dann selber so unter Druck setzt und die Schlinge um den Hals legt, dann passieren ganz schnell Fehler, sobald die geringste Kursabweichung sich andeutet.

Die Mentalitätskrise im Team: Siehe oben.

Die teils lethargischen teils katatonischen Haltungen der Spieler auf dem Spielfeld während eines aktiven Pflichtspieles: Das ist wohl eine Mischung aus "alt" und "satt". Wir müssen uns hier vor Augen halten, dass immer noch ein Teil der Stammelf Überbleibsel der Goldenen Generation ist, die national wie international alles allernasenlang abgeräumt hat. Sich dann mit 31-33 weiter zu motivieren während man vielleicht gleichzeitig merkt, dass einem Spritzigkeit und Kondition langsam abhandenkommen, kann ein böser Mix sein. Da muss man dann rechtzeitig erkennen, dass es nicht mehr reicht, siehe Puyol und Iniesta. Leider war bisher kein Trainer da, der den Spielern dahingehend einen Ruck gegeben hat, aber das habe ich ja oben schon mal angesprochen.

Die Ambitionslosigkeit der Trainer: Auch hier siehe oben. Wenn du mit Bilbao immer nur im Mittelfeld warst und dann plötzlich einem Pique erzählst, wie er seine vierte Champions League holen kann, lacht der dich doch aus. Als Trainer sind dir da leider die Hände gebunden, denn du willst ja die Spieler nicht gegen dich aufbringen, bist deinem Präsi immer Rechenschaft schuldig und hast, im Normfallfall, ja auch eigene Ambitionen, den Glücksgriff "Barcatrainer" nach deinen Vorstellungen anzugehen und nicht zu versagen. Das ist ein Ritt auf dem... auf der Rasierklinge!?

Zitat von Joho im Beitrag #2
Daher stelle ich folgende 3 Fragen:
  1. War der gestrige Abend nun endgültig die Symptomatik, die dem Verein den Zustand klar diagnostizieren lässt ... auf allen Ebenen?
  2. Lässt die Diagnose eine Definition der wahren Ursachen, den Fundamenten der Symptomatiken zu?
  3. Können die Ursachen therapiert werden bevor der Stillstand kommt?



1. Ja. Ich war mir bei der Auslosung relativ sicher: Wenn wir Neapel packen, ist gegen Bayern Schluss. Weniger, weil die so stark sind, das kommt natürlich hinzu, aber weil wir einfach nicht in der Verfassung sind, um mit der obersten Etage im Weltfußball mitzuhalten.
2. Ich hoffe es. Anscheinend wurden der Führungsetage ja nun die Augen geöffnet, wir dürfen gespannt sein, was diesen Sommer passiert.
3. Hm, Stillstand würde ich es nicht nennen, es geht ja immer irgendwie weiter. Würde sagen, Stillstand haben wir schon seit ~4 Jahren.


Zitat von Joho im Beitrag #2
Während ich diesen Text schreibe, lese ich, dass Oscar Grau und Eric Abidal entlassen werden sollen, Quique Setien ist wahrscheinlich bereits entlassen worden, Josep Maria Bartomeu will zurücktreten und Neuwahlen ansetzen, Ronald Koeman soll der neue Trainer werden, die Hälfte des Kaders soll verkauft oder getauscht werden und die große Bombe - Messi will den Verein verlassen -.


Wow, ich habe nicht mal die Hälfte davon gelesen, aber wenn es so kommt, dann wäre ich nicht mal verärgert oder traurig, muss ich gestehen. Je schneller und je gründlicher jetzt vorgegangen wird beim Tapetenwechsel, desto eher hat man wieder ein schönes Zimmer in dem man gerne Zeit verbringt. Was ich auf keinen Fall möchte sind irgendwelche Bauernopfer à la Zubi damals, die gar nichts bewirken. Vor allem weil niemand hier frei von Schuld ist.

Zitat von Joho im Beitrag #2
Deshalb sehe ich keine andere Möglichkeit, als auf die neue Saison zu warten und mich auf die neue Saison zu freuen.


Das hat doch auch etwas, oder nicht? Wir sind am Ende des Tages dann eben doch nur Fans, die das essen müssen was auf den Tisch kommt. Ich habe mich immer auf die neue Saison freuen können und wenn zur kommenden Saison wie gesagt Einiges mehr erneuert wurde als nur 1-2 Spieler und ein Alibiposten, dann freu ich mich nur umso mehr! Barca ist mein Verein, so eine alte Liebe rostet nicht und Leidenschaft kommt schließlich von... okay, genug der Kalauer. Aber es ist eben so. Als ich dann am Freitagabend und am Samstag mehr und mehr Nachrichten von Freunden und Bekannten bekam, was in Gottes Namen denn da passiert ist und ob ich noch lebe, habe ich mich so mit dem Verein verbunden gefühlt wie noch nie. Ich hab mich gefühlt wie ein Löwe, der draußen in der Savanne sein Junges gegen ein Rudel Hyänen verteidigen muss. Noch nie hab ich mein Barcatrikot mit mehr Stolz getragen als an dem Samstag danach. Das lässt sich nicht rational erklären, ich kann nur ausdrücken was in mir vorgeht.

Ich würde gern noch detaillierter kommentieren, aber dann säße ich bis morgen früh an dem Post. Ich hoffe wie gesagt, noch mehr von dir zu lesen!

#5 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Johann 18.08.2020 11:00

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Wow! Wow!
Was für eine Analyse!
Bitte! Bitte! mehr davon!

#6 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Haba 19.08.2020 19:27

Hallo Joho, was ein umfangreicher Text. Ich lese ihn jetzt zum dritten Mal und habe leider immer noch nicht alles durchdrungen, aber ich bin des Rätsels Lösung schon einige Schritte näher. Extrem bereichernd, bitte schreib weiter!

#7 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Falcon 20.08.2020 09:10

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Vielen Dank für den tollen ausführlichen Beitrag, bitte mehr davon.

Ich hoffe doch schon sehr, dass das nicht nur Symptome sind, sondern auch Ursachen. Wenn das nur Symptome eines noch wesentlich größeren Übels wären als was du alles richtigerweise aufgeführt hast, dann müsste der FC Barcelona in den nächsten beiden Jahren noch mehr in der Versenkung verschwinden als der AC Milan. Das hoffe ich dann doch nicht.

Dein Post hat mich dazu bewegt nochmals inne zu halten und zu reflektieren weshalb ich Fan des FC Barcelona geworden bin.
Ich kam zu folgenden Antworten für mich:
- Die Spielkultur mit Team orientiertem Kurzpassspiel
- Die Ausbildung der Jugend, nicht nur im Spielerbereich sondern auch im menschlichen. Wie Wert auf Fairness und Bescheidenheit gelegt wurde. Ganz vorne dran stellvertretend sind da für mich Iniesta und Puyol.
- Einhergehend damit natürlich auch den Einsatz von Eigengewächsen.
- Die Kultur als solches, Sprachrohr und Zufluchtsort für die Menschen der Region, speziell in der Franco Zeit. Vertreter von Menschenrechten und Freiheit. Mehr als ein Club war zu einem gewissen Zeitpunkt keinesfals nur ein Werbespruch.
- Ein großer Verein, der immernoch in den Händen der Fans ist.
- Der User Simpson xD ;)

Nüchtern betrachtet ist leider nicht mehr viel übrig. Die Spielkultur ist schon lange nicht mehr über das Kollektiv, der Jugend wurde schon länger keine Faire Chance mehr gegeben, erst diese Saison mit Fati und Riqui wieder, und das wohl nur aus der Not raus. Von Vertreter der Menschenrechte ist auch keine Spur mehr zu sehen, man ging Deals mit Quatar ein, die diese Werte mit Füßen treten. In der Hand der Fans, naja, auf dem Papier. Auf der anderen Seite wird man ein ums andere mal link hinters Licht geführt vom Vorstand. "Zum guten Zweck" wird wo ein Sponsor rauf geknallt um die Fans zur Zustimmung zu bewegen und dann ist er auf einmal nicht mehr zum guten Zweck da oben oder weicht einem anderen...

Eigentlich muss ich mir die Frage stellen, warum halte ich immernoch zu diesem Verein, der so ziemlich mit allem gebrochen hat, das mir an ihm lieb war?

Vielleicht ist das wie mit einer langjährigen Liebe, die man nicht aufgeben will, man hat die Hoffnung sie findet doch wieder zu einem zurück.
Auf der anderen Seite, wenn man in einer Ehe oder Beziehung generell bei der ersten kleinen Schwierigkeit aufgibt, dann entsteht auch nie was.
Und es gibt ja die Hoffnung, dass sich wieder was ändert. Die Hoffnung ist jene, dass der Verein den Mitgliedern gehört.
Der gesamte Vorstand kann von den gleichgesinnten Fans zum Teufel gejagen werden und der darauf folgende kann eine 180° Wende durchführen.
Auch die Ausbildung mit Blick auf Fairness und Bescheidenheit ist immernoch ein guter Teil.
Riqui und Fati stehen in den Startlöchern und scheinen keine Allüren zu haben wie das auch schon bei Deulofeu der Fall war, und auch dem hat man es ausgetrieben.
Ein Umbruch ist in Aussicht, vielleicht noch nicht voll unter diesem Vorstand, aber sehr wahrscheinlich nach den Wahlen.
Vieles deutet darauf hin, dass man das Tal erreicht hat und das ist ermutigend.

Der Grund für die aktuelle Misere ist glaub ich klar, der Fisch der stinkt am Kopf.
Wir hatten einen Vorstand der sich fast ausschließlich auf das finanzielle konzentriert hat und dafür alles was mir an dem Verein gefallen hat mit Füßen getreten hat.
ABER... vielleicht war das auch ein notwendiges Übel in mehrerlei Hinsicht. Zum einen, dass man finanziell in der heutigen Zeit obwohl man keinen Scheich in der Hinterhand hat, oder einen Konzern wie Red Bull oder VW (die Bayern müssen nicht so großspurig tun, da sitzen Audi, Alianz und Adidas als Aktionäre mit gesamt 25% mit drinnen, soo viel anders sind die auch nicht) noch mithalten kann, zum anderen als Warnschuss, dass man es nicht mehr so weit kommen lässt, dass eine allfällige Notwendigkeit dazu bestehen könnt. Die Gehaltsstruktur ist leider komplett zerstört, aber was der Vorstand ansonsten auf dem finanziellen Sektor geleistet hat ist durchaus respektabel. Der Verein ist zu einem richtigen Big Player im Business geworden mit beinahe einer Mrd. Umsatz. Das verdient durchaus Anerkennung, so sehr man sie in vielerlei hinsicht kritisieren kann. Ich hoffe einfach, dass wir aus der eher ernüchternden Zeit nun auch was positives mit nehmen können und in ein paar Jahren zurück blicken und sagen können, vielleicht war doch nicht alles schlecht.

#8 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Johann 20.08.2020 12:00

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Danke Falcon
Dein Beitrag berührt mich sehr.
Von 1973/74 bis 1984/85 wurde Barca nicht Meister.
Ich hätte mich über den Meistertitel gefreut, aber gelitten habe ich nicht unter der Erfolglosigkeit.
Ich bin seit Cruyff als Spieler (1973) Barcafan (vorher Ajax wegen deren Fussballrebellion) Barcafan.
Die Unzufriedenheit war damals nicht so groß wie Heute.
Wir hatten unter Pep ein Dreamteam und jeder wünschte sich, dass es so weitergeht.
Die Ansprüche wurden hoch, daher war die Enttäuschung umso größer.
Das spürte ich auch die vergangenen Jahre im Stadion.
Ich glaube der Pegel der Enttäuschung versus Begeisterung wird sich in den folgenden Jahren normalisieren.
Die Brötchen werden kleiner gebacken.
Ich freue mich auf die Zukunft und versuche die Gegenwart zu vergessen.

#9 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Tical 20.08.2020 12:58

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Zitat von Johann im Beitrag #8
Ich bin seit Cruyff als Spieler (1973) Barcafan


Wahnsinn, das finde ich total beeindruckend, denn das liegt wirklich komplett jenseits meiner Vorstellungskraft. Ich denke immer, ich bin schon gefühlt 200 Jahre Fan, weil ich Fan wurde, als Messi noch in Argentinien und Ronaldinho in Paris war. Aber ich bin 1991 geboren, die aktuell öfter angesprochene Zeit um Koeman, Sampdoria und das Dream Team konnte ich noch gar nicht wahrnehmen!

Wie war das damals als Barcafan? Konntest du überhaupt die Spiele so gucken wie heute? Wann warst du zum ersten Mal im Camp Nou? Gab es von da an bis heute eine ähnliche Zeit, in der der Verein ziemlich am Boden gewesen ist?

€dit:
Ich will noch anfügen, dass ich mittlerweile unter keinen Umständen infragestellen würde, Barca als Fan zu verlassen. Erst Recht wenn ich auch seit den 80ern Fan wäre. Das sind ja alles nur Phasen, Barca ist jetzt nicht per se nicht mehr so wie früher, nur weil Unicef nicht mehr Hauptsponsor ist und man mal kurzzeitig Qatar hatte. Ich reime mir das schlicht so zusammen, dass bessere Zeiten kommen müssen, je schlechter die aktuellen Zeiten werden. Andernfalls müsste man ja das komplette Fandasein generell infrage stellen und es gäbe nur noch "Erfolgsfans", weil man dann halt immer sich von den Vereinen verabschiedet, die schmutzig spielen und schmutzig betrieben werden und dafür anfängt, die Vereine zu verfolgen und sich mit denen zu identifizieren, die scheinbar alles richtig machen. Für mich ist halt Barca in dem Sinne "mes que un club", dass ich mir gar nicht erst die Frage stelle, Barca nur näher zu verfolgen weil sie aktuell schön und erfolgreich spielen und obendrein sich sozial engagieren. Ich will mit diesem Klub schlechte wie gute Zeiten durchleben und am Ende auf dem Sterbebett... ne, jetzt wird es wieder zu martialisch.

#10 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Johann 20.08.2020 14:54

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Spiele waren schwer zu sehen!
Außer im Europacup liefen keine Internationalen Spiele im Fernsehen.
Internet gabs auch nicht
Die Flüge waren schweineteuer.
Hatte das Glück, dass mir an Fussball sehr uninteressierte spanische Musiker gelegentlich eine Videokassette schickten.
Ein ehem. Freund aus einem Discoschuppen in Ibiza (musizierte früher dort) schickte mir auch gelegentlich etwas.
Torture mit den Zollbehörden, Post usw.
In der Zeit als Cruyff Spieler und dann Trainer bei Barca war, kam Einiges aus den Niederlanden, weil ich dort auch Kontakte über die Musik hatte.
Aber von Ajax und der Niederländischen Nationalmannschaft sah man mehr.

Sportlich habe ich ja schon erwähnt, dass schon mal vorkam, dass sie 5 Jahre keinen Meistertitel holten.
Bei mir war die Fan-Ära auch nicht so lückenlos.
Seit Guardiola habe ich (glaube ich) 3 Matches nicht gesehen

#11 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von domessesta10 20.08.2020 15:27

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Zitat von Johann im Beitrag #8
Ich bin seit Cruyff als Spieler (1973) Barcafan

Ich finde das genauso faszinierend, wie du Tical. Ich bin ja nochmal 10 Jahre jünger als du und kann diese Dimension gar nicht wirklich erfassen. Meine dunkelsten Erinnerungen gehen an Messis Solotor gegen Getafe zurück. Mein Papa hat mir und meinem kleinen Bruder ein Xavi- und ein Iniesta-Trikot aus Spanien mitgebracht (ein Messi-Trikot hab ich natürlich auch irgendwann bekommen). Ich weiß noch, wie ich rumgebrüllt (ok, wahrscheinlich eher gekreischt) habe, als Iniesta uns 2009 ins CL-Finale geschossen hat. Ich habe jeden CL-Abend meine Eltern angefleht die Schlafgehzeit nach hinten zu verschieben. Wenigstens die erste Halbzeit! In der Grundschule hatte ich 2 beste Freunde und ich habe sie versucht für Barca zu begeistern, weil Barca irgendwie so viel schöner und besser spielt als alle anderen Mannschaften. Dann sind die auch noch so fair, haben UNICEF als Sponsor und eine einzigartige Jugendarbeit. Mit meinen Freunden habe ich jeden Tag auf dem Pausenhof Fußball gespielt und so getan als wären wir Messi, Xavi und Iniesta. Ich war also mein ganzes Leben Barcafan, aber mein Leben ist halt einfach noch nicht so lang. Ich kann mir aber eine Zukunft ohne Barca nicht vorstellen, egal wie schlecht es läuft, auch wenn einige Sachen die mich zum Fan gemacht haben nun anders sind.

Zitat von Falcon im Beitrag #7
Vielleicht ist das wie mit einer langjährigen Liebe, die man nicht aufgeben will

Das Problem bei der Analogie ist nur, dass man in der Beziehung oft selbst etwas machen kann. Als Fan kann man nur beobachten, egal wie oft ich versuche an fcbarcelona@gmail.com eine Bewerbung als Analyst zu schreiben :D

#12 RE: Kommentar von Joho (BW-User) zur aktuellen Situation und zum Fan-Sein von Falcon 20.08.2020 15:35

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Naja, ich denke durchaus, dass die Fans was machen können. Auf jeden Fall diejenigen die auch Mitglieder sind. Aber auch die anderen können genügend Druck auf das Board ausüben. Es geht allerdings nur vereint und koordiniert. Penyas usw. haben durchaus die Möglichkeit den Vorstand zu beeinflussen.

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