#1 Präsidentenwahl 2021 von Rumbero 12.05.2020 10:54

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Joan "Der Unvermeidliche" Laporta langweilt sich und sehnt sich nach Aufmerksamkeit, nachdem auch sein Ausflug in die Regional- und Kommunalpolitik nicht sehr erfolgreich war. Um seine Kandidatur in die Medien zu bekommen, verspricht er, sich um die Rückkehr von Pep Guardiola zu bemühen, wenn er zum Präsidenten gewählt wird (Guardian).

Ich kann schlecht einschätzen, wie viele Anhänger er mobilisieren könnte, aber wenn das schon sein bester Pfeil im Köcher ist, ist das nicht viel. Was Pep betrifft, ist von hier aus schwer einzuschätzen, wie er sich seine Zukunft vorstellt, zumal wenn City aus der CL fliegt. Sicher ist er eng mit Barça verbunden, aber ihm ist gewiss klar, dass er seine Leistungen für den Verein nicht toppen kann. Vielleicht reizt es ihn, eine junge Mannschaft aufzubauen, nachdem er zuletzt im Geld schwimmen konnte. Aber ich würde den Reiz nicht allzu hoch veranschlagen.

Was mich betrifft, ich halte nicht viel von solchen Neuaufführungen. Laporta halte ich eh für unseriös und als Trainer würde ich sehr viel lieber Xavi sehen und ob er eine moderne und konkurrenzfähige Version des Cruyffismus-Guardiolismus erfinden kann.

#2 RE: Präsidentenwahl 2021 von Falcon 12.05.2020 11:07

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Ich denke man hat gut gesehen wie Guardiola an seine Grenzen stößt. Er ist zu unflexibel um sich an Situationen anzupassen, für die sein Plan A einfach nicht gut geeignet ist.
Mittlerweile ist das bekannt und gegen Top Teams sieht er da einfach alt aus. Barça würde sich keinen Gefallen tun ihn zurück zu holen. Ich bin überzeugt davon, dass sich da nicht viel ändern würde.
Ich hoffe Xavi ist da flexibler.

Ich bin gespannt wie sich Laportas Kandidatur auf die anderen Kandidaten auswirkt. Aber ich rechne ihm auch keine großen Chancen bei. Ich glaube dafür sind die Culers clever genug.
Ich glaube auch nicht, dass sie sich mit Guardiola locken lassen würden. Xavi ist da mittlerweile die wesentlich größere Hoffnung.

#3 RE: Präsidentenwahl 2021 von domessesta10 12.05.2020 11:47

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Laporta wird hier ja relativ kritisch betrachtet. Ich kann ihn bzw. seine Arbeit nur in der Retrospektive beurteilen, da ich zu seiner Zeit einfach zu jung war um das aktiv wahrzunehmen. Er hat damals Pep zum Trainer gemacht und hat meines Erachtens eine sehr hohe Verbindung zum Club. Es steht allerdings in den Sternen, ob er das auch nur ansatzweise wiederholen könnte. Ich hätte ihn lieber als Barto, aber Font macht momentan einen noch besseren Eindruck. Ich möchte aber etwas abwarten. Vielleicht überzeugt mich Laporta ja mit einem guten Konzept. Meine Befürchtung ist allerdings, dass Laporta und Font die Stimmen der Bartogegner unter sich aufteilen und am Ende Barto als lachender Dritter da steht.

Was mir hier noch auffällt, natürlich sind wir alle auf Xavi gehyped, aber man sollte auch nicht Setien vergessen. Ich bin nach wie vor sehr überzeugt von ihm und fände es sehr schade, wenn das zukünftige Board ihn nur für Xavi absägen würde. Wie lange Setien bleibt ist natürlich reine Spekulation.

Pep hat gegen die Top Teams übrigens ironischerweise dann schlecht ausgesehen, wenn er von seinem Plan A zu stark abgewichen ist. Da fällt mir spontan dieses Video ein https://www.youtube.com/watch?v=q085DuWWo6E

#4 RE: Präsidentenwahl 2021 von Rumbero 12.05.2020 11:52

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@domesesta10:
Bartomeu kann nicht noch einmal antreten, jedenfalls nicht nächstes Jahr. Nach 2 Amtsperioden ist erst einmal Schluss, egal wie kurz die erste war. Sein Kandidat Rousaud ist vor ein paar Wochen aus dem Vorstand zurückgetreten und hat schwere Vorwürfe erhoben. Mal sehen, wen Bartomeu demnächst als neuen Kandidaten aus den Kreisen des Vorstands in Gespräch bringen wird.

#5 RE: Präsidentenwahl 2021 von domessesta10 12.05.2020 12:06

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Stimmt natürlich Rumbero, ich meinte damit nicht Barto selbst, sondern Jemanden aus seinem Umfeld, der dann eine ähnliche Politik fahren könnte.

#6 RE: Präsidentenwahl 2021 von Tical 12.05.2020 12:56

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@Falcon
Richtig, zumal Guardiola, wenn man von seiner Anfangszeit bei Barca absieht (d.h. einmalige Spieler wie Puyol, Busquets, Xavi, Iniesta und Messi auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren), bisher immer bei Klubs gewesen ist, bei denen er a) absolute Handlungsfreiheit den Kader betreffend (Gut, bekäme er bei Barca wahrscheinlich auch) und b) quasi unendliche finanzielle Mittel zur Verwirklichung seiner Spielideen hatte (Woran es bei Barca definitiv scheitern wird). Vor allem deshalb, aber auch wegen seines Vermächtnisses und der hohen Erwartungshaltung aller anderen Parteien, bin ich nicht von einer zweiten Ära Pep überzeugt.

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